Registrierkassenpflicht ab 2016

Die Verpflichtung eine elektronischen Aufzeichnungssystems im Einsatz zu haben, besteht ab einem Jahresumsatz von 15.000 Euro, allerdings nur sofern die Barumsätze 7.500 Euro überschreiten (Barumsatz aus Banknoten, Bankomat- und Kreditkarten)

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„Seit mehreren Monaten wird in Fachkreisen Insika verstärkt thematisiert. Insika ist eine der Möglichkeiten für die Umsetzung der Betrugsbekämpfung. Sobald es von offizieller Stelle konkrete Vorgaben gibt, werden wir mit der Umsetzung starten.“ so POStronik Geschäftsführer, Ing. Manfred Niehsner.
Tatsache ist: Seit 2012 gilt bereits eine Registrierpflicht (Kassenrichtlinien nach § 131 BAO ) für Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz ab 150.000 Euro netto. Alle Bareingänge und Barausgänge müssen einzeln und in ihrer Entstehung und Abwicklung nachvollziehbar aufgezeichnet werden.  D.h. rund drei Viertel der Betriebe führen derzeit keine Einzelaufzeichnungen, die Barbewegungsverordnung legte die Grenze also mit 150.000 Euro Jahresumsatz fest.
Ab 2016 müssen Unternehmen ab 15.000 Euro Jahresumsatz Registrierkassen verwenden. Die Neuregelung sieht Ausnahmen vor für Betriebe wie Schirmbars und Maronibrater. Diese mussten bisher, unabhängig vom Umsatz, aufgrund der "Kalte-Hände-Regelung" keine Einzelaufzeichnungen führen. Ausnahmen sollen für mobile Friseure und Masseure gelten, die Belege sammeln und am Betriebsstandort in die Kasse eingeben können. 
Zum Begriff: InSiKa steht für „Integrierte SIcherheitslösung für messwertverarbeitende Kassensysteme“. Ein System zum Schutz der digitalen Aufzeichnungen von Bargeschäften gegen Manipulationen mittels Kryptografie in Registrierkassen und Taxameter. Der Manipulationsschutz basiert auf einer digitalen Signatur, die von einer durch eine autorisierte zentrale Stelle ausgegebenen Smartcard erzeugt wird. Bei einer Manipulation oder beim vollständigen Verlust der Daten ist durch Summenspeicher auf der Smartcard eine Ermittlung der einmal signierten Gesamtumsätze möglich. ´